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Mit der Realisierung des Wohnprojekts sollen folgende Ziele erreicht werden:

• Selbstbestimmtes Leben und Wohnen für blinde und sehbehinderte Menschen durch Inklusion in ein generationsübergreifendes freundschaftlich-nachbarschaftlich organisiertes Umfeld.

• Notwendige punktuelle Assistenz bei außergewöhnlichen Einkäufen, Arztbesuchen, Behördenterminen, eingehender Korrespondenz, handwerklichen Arbeiten im Haushalt… durch die BewohnerInnen entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen.

• Gegenseitige nachbarschaftliche Unterstützung aller BewohnerInnen in speziellen Lebenssituationen, z.B. Urlaubsabwesenheiten, Kinderbetreuung, Krankheit… (unterhalb der Grenze professioneller Pflege).

• Bestmögliche Ressourcenausnutzung durch gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen, elektrischen Großgeräten, u.ä.

BliSS hat sich die Rechtsform eines eingetragenen Vereins gegeben und ist vom zuständigen Finanzamt als mildtätig anerkannt - d.h. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Unseres Wissens ist ein derartiges Selbsthilfeprojekt deutschlandweit noch nicht realisiert worden. Dieses Alleinstellungsmerkmal verleiht BliSS seine Originalität.

So stellen wir uns das Wohnen vor:

  • Angestrebt wird bezahlbares Wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit Wohnungen unterschiedlicher Größe für Alleinstehende, Paare und Familien in Zusammenarbeit mit einer Bestandsgenossenschaft.

  • Dem Bauherrn gegenüber tritt BliSS e.V. schon in der Planungs- und Bauphase als Interessenvertreterin vor allem der behinderten zukünftigen BewohnerInnen auf.

  • Den speziellen Belangen der Blinden und Sehbehinderten (Barrierefreiheit, kontraststarke und taktile Gestaltung der öffentlichen Bereiche, Leitsysteme, Beschilderungen in Braille- und Normalschrift (siehe auch die Fotos zu diesem Thema), sehr gute ÖPNV-Anbindung, sehr gute Nahversorgung für den täglichen Bedarf, Akzeptanz von Führhunden…) soll bereits in der Planungsphase Rechnung getragen werden. Die wesentlichen Themen sind durch einschlägige DIN-Normen geregelt. 

  • BliSS bringt sich aktiv in den Planungs- und Realisierungsprozess ein und wird gegenüber der Bestandsgenossenschaft durch einen gewählten Sprecher vertreten.

  • BliSS belegt möglichst alle Wohnungen eines Treppenhauses und benennt der Wohnungsbaugenossenschaft im Falle von Mieter-Auszug Nachmieter aus dem Kreis der BliSS-Mitglieder.

  • Die BewohnerInnen werden jeweils persönlich Mitglieder der Genossenschaft (erwerben auch die vorgeschriebenen Genossenschaftsanteile) und schließen jeweils eigenständige Nutzungsverträge mit der Bestandsgenossenschaft ab.

  • BliSS bekommt einen eigenen multifunktionalen Gruppenraum, der auch als Gästewohnung nutzbar ist.

  • Sollten eventuelle Sozialbindungen dazu führen, dass Einkommensgrenzen überschritten werden, müssen Wege gefunden werden, die es allen Personen des Projektes ermöglichen, die Wohnungen trotzdem zu beziehen (als Anerkennung ihres sozialen Engagements).

  • Hier geht's zur Tabelle der Investitions- und Förderbank über förderungsfähigen Wohnraum - ausführlich zu finden unter https://www.ifbhh.de/downloads/download-foerderrichtlinien/